Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Jahr 2014

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Es gibt insgesamt 25 Berichte
  • 22. Dezember 2014 Neues Hinweisschild

    Wo bitte geht's denn zum Museum?
    Trotz der großen Freitreppe und der 17 Meter hohen Portalwand hatten manche Besucher Schwierigkeiten, den Eingang zum Museum zu finden. Diese beidseitig mit dem Museumsnamen beschriftete Stele, oberhalb der Treppe an der Gehwegkante aufgestellt, soll nun Abhilfe schaffen und weist unmißverständlich darauf hin, daß man die Stufen hinabgehen muß, um ins Museum zu gelangen.

    Themen:
  • 01. November 2014 Objekt des Monats November: Die Hathor-Kapelle in Naga

    Ausnahmsweise kein Originalobjekt: Die Hathor-Kapelle im Sudan-Raum des Museums hat als Modell dennoch die Ausstrahlung eines authentischen Werks der Architektur.
    Mit der Technologie des 3D-Streifenlicht-Scannens hat die Berliner Spezialfirma TRIGONART die Kapelle im Grabungsgelände des Münchner Naga-Projekts millimetergenau dokumentiert, und aus vielen Millionen Meßpunkten hat eine CNC-Fräsmaschine in einem mehrtägigen Prozeß das Modell gefertigt.

    In der Hathorkapelle, dem am besten erhaltenen Architekturdenkmal des Königsreichs von Meroë, manifestiert sich die Vernetzung der meroitischen Kultur mit ihrem historischen Umfeld. Um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. haben lokale Architekten afrikanische, ägyptische und römische Formen und Bauornamente zu einer eigenständigen Architektursprache verschmolzen.

    Die Kapelle ist das südlichste Baudenkmal der Antike, in dem sich hellenistischer Einfluß artikuliert, vergleichbar der im Museum neben der Kapelle ausgestellten Isis-Statue aus Naga, die als „African Beauty" in pharaonischer Form in römischer Tracht dargestellt ist.

    Eine 3D-Animation der Kapelle finden Sie hier. (Flash-Plugin des Browsers erforderlich)
  • 31. Oktober 2014 Lange Nacht der Museen 2014

    Auch die diesjährige Museumsnacht brachte einen Ansturm aufs Ägyptische Museum – nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht unerwartet, zumal in diesem Jahr die lebensgroße Stand-Schreitfigur eines falkenköpfigen Gottes, das erste Objekt in der Dauerausstellung, Titelmotiv der Veranstaltung war und seit Wochen von Plakatsäulen und Transparenten herab Werbung für die Veranstaltung machte.
  • 01. Oktober 2014 Objekt des Monats Oktober: Figur eines Nilgottes

    Diese zweigeschlechtliche Darstellung ist typisch für Personifikationen der Fruchtbarkeit, die der Nilgott Hapi verkörpert.
    Die zweidimensionale, durchbrochene Arbeit zeigt eine nach rechts schreitende Figur mit ausladenden Hüften, üppigen Oberschenkeln und deutlichem Bauchansatz sowie lang herunterhängenden Brüsten, wie sie auch in der Darstellung von Ammen üblich ist (die linke Brust ist unter der Achsel angegeben); bekleidet mit zwei um die Hüften gegürteten, schmalen Stoffstreifen. Auf den Händen bzw. Unterarmen trägt sie eine Opferplatte mit zwei großen Wassergefäßen, sogenannte Hes-Vasen, über die jeweils eine große Lotosblüte gelegt ist; drei weitere Lotosblüten bilden den Kopfputz.

    Diese zweigeschlechtliche Darstellung ist typisch für Personifikationen der Fruchtbarkeit, die der Nilgott Hapi verkörpert. Als einzige der ägyptischen Gottheiten hält er selbst eine Opferplatte in den Händen, nicht ihm wird geopfert, vielmehr bringt er selbst den Reichtum der Natur dar. Neben den Wassergefäßen, die das lebensspendende Nass enthalten, können dies die unterschiedlichsten Pflanzen und Tiere sein.

    Vom Alten Reich bis in die römische Zeit hinein, also über einen Zeitraum von über 2500 Jahren, gehören lange Reihen dieser Nilgottheiten zum festen Bestand der Tempeldekoration. Sie bilden den untersten Streifen der Bildfelder, die die Tempelwand bedecken und sind meist auf der Außenwand zu finden. Wie die unter den Füßen und über dem Kopf erhaltenen Metallstreifen bei dieser zweidimensionalen Figur zeigen, gehörte sie ursprünglich zu einem größeren Ensemble, das vermutlich die Dekoration eines hölzernen Götterschreines bildete.
  • 05. September 2014 Kunstprojekt

    Das von der Stadt München in Auftrag gegebene und finanzierte Kunstprojekt besetzt mit den großen Ballen in bunten Farben sozusagen nach ländlichem Vorbild die Freiflächen im Zentrum des Kunstareals
    Es begann im Juli auf den Rasenflächen rund um die Pinakotheken und hat sich Anfang August auf dem Freigelände vor der Filmhochschule und dem Museum sowie rund um die Glyptothek fortgesetzt: die Installation „Ballenernte" des Künstlers Michael Beutler (geb. 1976 in Oldenburg). Das von der Stadt München in Auftrag gegebene und finanzierte Kunstprojekt besetzt mit den großen Ballen in bunten Farben sozusagen nach ländlichem Vorbild die Freiflächen im Zentrum des Kunstareals als verbindendes Zeichen für die Kunstmuseen. Im Oktober wird es dann ein abschließendes „Erntefest" geben. Michael Beutler arbeitet mit großen skulpturalen Gesten im Innen- und Außenraum, in München war er bereits 2012 mit einer raumfüllenden Installation im Haus der Kunst anlässlich der Ausstellung „Skulpturales Handeln" zu sehen.
    Themen:
  • 04. September 2014 Gutscheine

    Auf vielfache Nachfrage von Seiten der Museumsbesucher wurde reagiert: Ab sofort sind Geschenkgutscheine erhältlich.
  • 01. September 2014 Objekt des Monats September: It’s not as easy as it may have seemed to be

    Seltsames tut sich im Ägyptischen Museum. Da haben sich kleine Tonfiguren in die Vitrinen geschlichen, stehen in Gruppen vor Särgen und Stelen, sitzen in lebhafter Diskussion unter den Papyri, reihen sich ein in die Uschebtis und Bronzefiguren, beugen sich über Gefäße.
    Die Museumsbesucher erkennen sich selbst in diesen munteren Wesen, die vom Museum Besitz ergriffen haben und sich mit schöner Selbstverständlichkeit unter die alten Ägypter mischen.

    Die Herkunft dieser lebhaften Gäste klärt sich im großen Sonderausstellungsraum von „Nofretete – tête-à-tête". Da hat der junge ägyptische Künstler Bassem Yousri ein ganzes Museum en miniature aufgebaut. Hunderte von Tonfiguren drängen in das Gebäude, strömen über Treppen und Rampen bis hinauf aufs Dach. Ihre Eroberung des Kunsttempels nimmt auch bedrohliche Züge an; Sockel werden umgestürzt, Bilder von der Wand gerissen – eine beklemmende Reaktion auf die Randerscheinungen des „Arabischen Frühlings".

    Bassem Yousri stellt mit dieser unkonventionellen, einfallsreichen Arbeit die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Massenkonsum. Seine punktuellen Interventionen in den Vitrinen sind erfrischende Kommentare zur Lebendigkeit der Begegnung zwischen Antike und Gegenwart; seine große Installation wirft einen kritischen Blick auf die Pervertierung des Museums zur Eventbühne und thematisiert die Stigmatisierung vorislamischer Kunst als Teufelswerk.

    Neben dieser Installation von Bassem Yousri zeigen auch viele andere Werke der Sonderausstellung die Kreativität, den Ideenreichtum, die Autonomie junger Künstler aus den arabischen Ländern, die unabhängig von den Ritualen und Mechanismen des westlichen Kunstbetriebs ihre eigenen Wege gehen.
  • 01. August 2014 Objekt des Monats August: Nida Sinokrot, Ka, 2009

    Inmitten spätantiker Bauplastik, frühchristlicher Stelen und koptischer Stoffe schockiert die Besucher eine martialische Maschine.
    Tonnenschwere Baggerschaufeln verwandeln sich in ein Armpaar, das zum Himmel weist. Der palästinensische Künstler Nida Sinokrot nennt seine Arbeit „KA" und bezieht sich damit auf die altägyptische Hieroglyphe ka, ein nach oben geöffnetes Armpaar, das Zeichen für die Seele des Menschen, die das Irdische überwindet und zum ewigen Leben führt.

    Der Kontext der frühchristlichen Bilder des Ägyptischen Museums unterstreicht diese Lesung des zum Auferstehungssymbol gewordenen Baggers: Mit erhobenen Armen steigen die Verstorbenen aus ihren Gräbern, hinauf zum ewigen Licht.

    (Ausgestellt im Raum „Nach den Pharaonen")
  • 15. Juli 2014 Performance zum Sonnenaufgang: „...das Beste ist, am Morgen mit dem ersten Licht hell zu werden“

    Morgendämmerung über dem Kunstareal und eine Veranstaltung zu einem gewöhnungsbedürftigen Zeitpunkt, um 5 Uhr in der Früh!
  • 01. Juli 2014 Objekt des Monats Juli: Paula Modersohn-Becker, Selbstportrait, 1906

    Unter den Künstlern der Moderne, die sich mit Altägypten auseinandergesetzt haben, nimmt Paula Modersohn Becker eine Sonderstellung ein.
  • 10. Juni 2014 Neu im Shop: Lesezeichen und Postkarten

    Zum Jahrestag gibt es alle drei Motive als Postkarte und Lesezeichen im Museumsladen.
  • 01. Juni 2014 Objekt des Monats Juni: Alberto Giacometti, Tête d’homme (Lotar I)

    Seit seiner Jugend hat sich Giacometti intensiv mit ägyptischer Skulptur auseinandergesetzt.

    Alberto Giacometti (1901-1966) fügt sich mit der Porträtbüste „Lotar I“ so selbstverständlich in die Porträtköpfe der Ptolemäerzeit und die römischen Gewandstatuen ein, saß er von den Museumsbesuchern kaum als ein Werk der Moderne wahrgenommen wird. Seit seiner Jugend hat sich Giacometti intensiv mit ägyptischer Skulptur auseinandergesetzt. Von den Hunderten von Skizzen, die er nach Originalen im Louvre und Abbildungen in Publikationen von ägyptischen Statuen gezeichnet hat, ist nicht eine als Motiv in sein Werk eingegangen, aber dennoch ist er in der Struktur seiner Plastiken, in ihrem direkten Blick, in der Raumhaltigkeit einer Figuren der ägyptischste Künstler des 20. Jahrhunderts.

  • 18. Mai 2014 Internationaler Museumstag 2014: Provenienzen

    Wie immer bei diesem Anlass, war vor allem das Angebot für Kinder/Familien lebhaft nachgefragt.

    Das Programm des diesjährigen Internationalen Museumstags am 18. Mai hatte unter dem Haupttitel „Provenienzen“ vier Vorträge auf dem Programm, die über die Sammlungsgeschichte des Museums, die Erwerbungen des Freundeskreises, die Fundteilungen mit der Ägyptischen Altertümerverwaltung und das neue Grabungsprojekt in Naga/Sudan informierten. In der Dauerausstellung standen Führungskräfte als „Uschebtis“ bereit, Fragen zu Objekten und zum Museum zu beantworten.

    Kinder konnten sich an diesem Tag an eine erste kleine Ausgrabung wagen (Archäologie live) und deren Ergebnisse anschließend museal aufbereiten und ausstellen (Mein Museum!). Oder die Dauerausstellung bei einer Museums-Rallye erkunden. Wie immer bei diesem Anlass, war vor allem das Angebot für Kinder/Familien lebhaft nachgefragt.

  • 14. Mai 2014 Ein Angebot der besonderen Art: Führung zur Ausstellung "Nofretete - tête-a-tête"

    Ein Angebot der besonderen Art, bei der die Teilnehmer durch zwei Experten verschiedener Fachgebiete geführt werden
    Dietrich Wildung hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Artikel und Katalogbeiträge zur Thematik der Auseinandersetzung von Künstlern der klassischen Moderne mit der Kunst des alten Ägypten verfaßt und zeichnet verantwortlich für die deutsche Übersetzung des Ausstellungskataloges. Jochen Meister, der als Leiter des Besucherdienstes der Staatsgemäldesammlungen über eine vieljährige Praxis gerade auch im Ausstellungsbereich verfügt, hat gemeinsam mit dem Ägyptischen Museum diese besondere Form der Führung entwickelt, die zum ersten Mal im vergangenen Herbst zum Kunstarealsfest unter dem Stichwort „Begegnungen“ (mit anderer Thematik) realisiert wurde. So haben die beiden Referenten zum Beispiel im Museum Brandhorst den altägyptischen Motiven in den Arbeiten von Cy Twombly nachgespürt – ebenfalls im „Doppelpaß“.
     
    Führung zur Sonderausstellung „Nofretete – tête-à-tête"
    15. Mai, 16 Uhr
    Führung Doppelpaß
    mit Jochen, Meister, M.A. - Kunsthistoriker
    und Prof .Dr. Dietrich Wildung - Ägyptologe
    Teilnahme (mit Museumseintritt) frei
  • 13. Mai 2014 Ausstellungskatalog Nofretete -tête-à-tête

    Der von den Kuratoren Sam Bardaouil und Till Fellrath verfaßte Katalog zur Sonderausstellung "Nofretete -tête-à-tête" wurde von Dietrich Wildung ins Deutsche übertragen und erscheint als deutsch-englische Edition.
  • 07. Mai 2014 Plakat "Nofretete - tête-a-tête" im Schaukasten

  • 07. Mai 2014 Eröffnung der Ausstellung "Nofretete - tête-a-tête"

    Viel Zeit nahm sich Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle bei der Eröffnung der ersten großen Sonderausstellung im neuen Haus am 6. Mai.
    • Dr. Sylvia Schoske
    Viel Zeit nahm sich Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle bei der Eröffnung der ersten großen Sonderausstellung im neuen Haus am 6. Mai. Nach der Eröffnung vor geladenen Gästen im Auditorium ging er mit den Kuratoren der Ausstellung – Sam Bardaouil und Till Fellrath sowie Dietrich Wildung – und der Museumsdirektorin Sylvia Schoske auf einen ausführlichen Rundgang durch die Ausstellung und interessierte sich besonders für die Konstellationen zwischen moderner und altägyptischer Kunst (hier vor einer Büste von Alberto Giacometti, die im Dialog steht mit Porträtköpfen der griechisch-römischen Zeit).
    Am folgenden Abend hatten die Mitglieder des Freundeskreises die Gelegenheit, in einer Exklusivveranstaltung die Ausstellung kennenzulernen.
     
    Ausgewählte Pressereaktionen: Focus, Bayern 2, Münchner Merkur, Donaukurier
  • 01. Mai 2014 Objekt des Monats Mai: All Art has been contemporary

    Nicht das Werk eines altägyptischen Künstlers ist es, das die Besucher des Ägyptischen Museums begrüßt.
  • 04. April 2014 Naga 2014

    Im März fand unter der Leitung von Dr. Karla Kröper eine Restaurierungs-Kampagne in Naga als erste Unternehmung vor Ort unter Münchner Regie statt.
    Im März fand unter der Leitung von Dr. Karla Kröper eine Restaurierungs-Kampagne in Naga als erste Unternehmung vor Ort unter Münchner Regie statt.
    Bei Architekturgrabungen ist die Feldarbeit mit der Freilegung der antiken Ruinen und ihrer Dokumentation nicht beendet. Die seit Jahrtausenden unter Schutt und Flugsand liegenden Mauern sind nach der Grabung der Erosion durch Wind und Regen ausgesetzt und müssen durch konservatorische Maßnahmen in ihrer Substanz und ihrem authentischen Erscheinungsbild erhalten werden.
    Diese Konservierungsarbeiten betreffen im  Amun-Tempel von Naga besonders die Mauern aus ungebrannten Lehmziegeln. Dabei geht es nicht um die Rekonstruktion zerstörter Bauteile, sondern um die Bewahrung der Ruine und um die für den Besucher verständliche Sichtbarmachung der ursprünglichen Strukturen. Durch die Konsolidierung der erhaltenen unteren Wandzonen zeigt der große Eingangspylon des Tempels sein Volumen, und die Mauern der Innenräume vermitteln beim Durchschreiten des Tempels den ursprünglichen Raumeindruck.
    Die  vom Naga-erprobten Team von Restaurierung am Oberbaum (Berlin) ausgeführten Arbeiten wurden wie schon in den vergangenen Jahren vom Auswärtigen Amt finanziert. Die Arbeiten werden im kommenden Herbst fortgesetzt werden.
    Themen:
  • 01. April 2014 Objekt des Monats April: Statuette eines liegenden Nilpferds

    Eine überraschende, aber überzeugende Kombination von Tier- und Pflanzendarstellung haben die ägyptischen Künstler für die Objektgruppe der Fayence-Nilpferde des Mittleren Reiches gefunden
  • 20. März 2014 Kunstsalon der Münchener Künstlergenossenschaft königlich privilegiert 1868

    Zu sehen sind 114 Werke von 74 Künstlern und Künstlerinnen.
    Für die Jahresausstellung 2014 präsentiert sich die Münchener Künstlergenossenschaft königlich privilegiert 1868 erstmals in den Räumen des Ägyptischen Museums. Zu sehen sind 114 Werke von 74 Künstlern und Künstlerinnen. Das Besondere in diesem Jahr: Für alle Besucher und Freunde der MKG liegt das Buch der Geschichte dieser seit 146 Jahren bestehenden Künstlergemeinschaft vor, aus deren Mitgliedern bedeutende Vertreter der bildenden Kunst hervorgingen.
  • 04. März 2014 Objekt des Monats März: Ein Porträtkopf der Nachamarna-Zeit

    Der konzentrierte, ja angespannte Gesichtsaudruck erzeugt im Gegensatz zum bewegten Volumen der Haartracht eine Nervosität, die charakteristisch ist für die Epoche der Nachamarna-Zeit
    Der in Schulterlinie gebrochene Kopf zeigt die Züge eines Mannes im fortgeschrittenen Alter mit einer gewellten Strähnenperücke. Die strenge Struktur ägyptischer Plastik wird zwar in der strengen Horizontale des Mundes und der strikten Vertikale des Scheitels aufgegriffen, aber durch zahlreiche Asymmetrien in der Wangen- und Mundpartie sowie dem Umriß des Kinns abgemildert.
    Der konzentrierte, ja angespannte Gesichtsaudruck erzeugt im Gegensatz zum bewegten Volumen der Haartracht eine Nervosität, die charakteristisch ist für die Epoche der Nachamarna-Zeit, der kurzen Umbruchphase zwischen der Regierungszeit des Echnaton und der Ramessidenzeit. In diesem Kopf werden die individualistischen Tendenzen der Kunst der Amarnazeit gesteigert zu einem Höhepunkt des Individualporträts, das die groteske Übersteigerung des Echnaton-Bildes hinter sich lässt und eine Verschmelzung von Innovation und Tradition verkörpert.
    Die am Hinterkopf geteilte Perücke findet in der New Yorker Schreiberfigur des Haremhab, der als Nachfolger von Tutanchamun den Thron bestieg, ihre einzige Parallele.

    Vgl. dazu Sylvia Schoske – Dietrich Wildung, Persönlichkeiten. Bildnisskulptur der Nachamarnazeit, Wien 2013, S. 26-33

    Gabbro; H. 14 cm, Br. 12 cm, T. 9 cm
    Saft el-Henna (Ostdelta)
    Neues Reich, 18. Dynastie, um 1330 v. Chr.

  • 04. März 2014 Projekt: Naga

    Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst München hatte am 31.5.2013 die Trägerschaft des Forschungs- und Grabungsprojekts Naga im Norden des Sudan übernommen
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  • 28. Januar 2014 Objekt des Monats Januar: Eine Ahnenbüste aus Holz

    Um die Ahnen günstig zu stimmen, stellte man kleine Büsten aus Holz oder Stein in Nischen oder Schreinen zu Hause auf
  • 14. Januar 2014 Neue Fahnen und Leuchtkasten vor dem Museum

    Seit der vergangenen Woche wehen neue Fahnen neben der Freitreppe zum Eingang, die in drei Sprachen – englisch, französisch und bayerisch – und mit drei Objektphotos auf das Ägyptische Museum aufmerksam machen.
    Parallel dazu wurde auch das Transparent im großen Schaukasten ausgetauscht. Es bildet den Auftakt zu einer Serie von Motiven, die in diesem Jahr die Verbindung zu anderen Museen im Kunstareal herstellen wird.
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