Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Jahr 2002 Thema "Sonderausstellungen"

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Es gibt insgesamt 9 Berichte
  • 12. Dezember 2002 Ausstellungseröffnung „Stimmen vom Nil – Altägypten im Spiegel seiner Texte“

    An ungewohntem Ort fand am 12. Dezember die Eröffnung der aktuellen Sonderausstellung statt: im Spanischen Kulturinstitut, im Komplex der Residenz an der Marstallstraße gelegen.
  • 30. August 2002 Vorbereitungen zu großer Ägypten-Ausstellung in Venedig

    Am 9. September wird im Palazzo Grassi in Venedig unter dem Titel „I Faraoni" die erste Ägypten-Ausstellung dieses international renommierten Ausstellungshauses eröffnet – mit über 300 Leihgaben aus 34 Museen (www.palazzograssi.it).
    Die Münchner Leihgaben reisten per Lkw nach Italien, gemeinsam mit Objekten aus Berlin, Hannover, Hildesheim und Darmstadt – Routine. Doch dann wurde es spannend: Im Hafen von Venedig wurden die Kisten aus dem Lkw umgeladen in ein offenes Boot, kein leichtes Unterfangen, wog doch die schwerste Kiste mit dem Berliner Widder gut vier Tonnen.

    Dann begann die Fahrt durch den Canale Grande, durch das Gewusel der Fährschiffe, Gondeln und Touristenboote, unter der Rialto-Brücke hindurch bis zur Anlegestelle des Palazzo Grassi. Dort erfolgte dann die Entladung des Schiffes mit dem bootseigenen Kran, und über eine Rampe kommen die Kisten hinein ins Gebäude. Der Innenhof des Palastes ist bis unter das Dach von einem Gerüst ausgefüllt, über das die Schwerlasten in den ersten Stock der Ausstellungsebene gehievt werden – eine zeitraubende Angelegenheit, die jedoch von der einheimischen Transportfirma mit viel Routine gemeistert wird.

    Während die Großobjekte wie die Münchner Stele gleich ihren endgültigen Platz in der Ausstellung erhalten, wandern die kleineren Stücke zunächst in einen extra Lagerraum, um in den kommenden Tagen je nach Fortgang des Ausstellungsaufbaus gemeinsam mit Objekten anderer Museen in den Vitrinen platziert zu werden.
  • 10. Juli 2002 Münchner Spitzenobjekt nach Speyer gereist - zur Ausstellung „Hatschepsut - KönigIN Ägyptens“

    Aus aktuellem Anlaß reiste jetzt eine weitere hochkarätige Leihgabe nach Speyer
  • 01. Juli 2002 Tier-Installationen von Marlies Poss jetzt auch in Seefeld

  • 12. Mai 2002 Internationaler Museumstag mit Eröffnung der Ausstellung arte animale - Installationen von Marlies Poss

    Anmerkungen zur Ausstellung"arte animale" - Installationen von Marlies Poss
    Mehrfach waren in den vergangenen fünfzehn Jahren zeitgenössische Künstler mit ihren Arbeiten im Museum Ägyptischer Kunst München zu Gast. Ungewohnt für den auf Altägypten eingestellten Besucher, spannend für die Museumsägyptologen, aufregend für den Künstler: Wie wird es ausgehen, dieses Treffen über die Jahrtausende hinweg? Wird es ein Streitgespräch werden oder ein Dialog? Im Idealfall ergänzen sich die beiden Partner auf Zeit, vermag der Blick auf den einen das Verständnis für den jeweils anderen zu schaffen oder zu differenzieren.

    Die Künstlerin schreibt dazu:
    "Aufmerksamen Besuchern wird nicht entgangen sein, daß ich mit dem Thema „ÜberLeben" (vgl. dazu den Katalog von 1995) schon einmal im Ägyptischen Museum ausgestellt habe.
    In den letzten Jahren habe ich mich mit den Themen Mensch, Tier und Natur und ihrem Verhältnis zueinander beschäftigt. Besonders in Ägypten und Mexiko konnte ich Tierdarstellungen der alten Kulturen studieren. Sie haben mich in meiner künstlerischen Arbeit inspiriert.
    Bezogen auf unsere profit- und nutzenorientierte Lebensweise haben mich diese „Bilder" nachdenklich gestimmt. Denn im Vertrauen auf unsere Überlegenheit gegenüber der Natur fragen wir nur selten danach, wie wohl andere Lebewesen ihre Lebensräume wahrnehmen.
    Aber sind wir wirklich so überlegen?
    Unsere Vorfahren hatten einen respektvolleren Blick für die immense Vielfalt der Sinneswelten, die andere Lebewesen erfahren. Außergewöhnliche Welten, in die wir vielleicht nie vordringen werden, die uns aber lehren könnten, ihnen die gebotene Achtung entgegen zu bringen."
    Marlies Poss


  • 20. April 2002 Eröffnung der Ausstellung „Im Schatten deiner Flügel – Tiere in der Bibel und im alten Orient“

    Für die neue Sonderausstellung wurde der bisherige Bronzen-Raum (sogenannter "grüner Raum") völlig neu gestaltet und mit großzügigen Vitrinen versehen
    • Flyer der Sonderausstellung
    • Nun stehen 25 x soviel Ausstellungsflächen in Vitrinen zur Verfügung wie bisher!
    • Rund 150 Gäste hatten sich am Sonntagmorgen zu den Eröffnungsvorträgen eingefunden.
    • Dr. Thomas Staubli stellt das Projekt eines Bibel- und Orientmuseums in Fribourg/Schweiz vor.
    • Der Alttestamentler Prof.Dr. Otmar Keel, Fribourg, bei seiner Eröffnungsrede.
    • Der Klang des Schofars, geblasen von Peter Hertz, markiert den Beginn der Ausstellung.
    • Erster Andrang in der Ausstellung
    • Museumsdirektorin Sylvia Schoske (mit Tochter Coco) im Gespräch mit Otmar Keel vor den Objekten der Ausstellung.
  • 11. Februar 2002 Kolloquium: Das Geheimnis des Goldenen Sarges - Echnaton und das Ende der Armanazeit"

    Eine Woche vor Ende der Sonderausstellung in München fand ein Kolloquium statt ...
  • 22. Januar 2002 Computer-Tomographie des Sargdeckels im Klinikum Großhadern

    Vor seiner Rückkehr ins Ägyptische Museum in Kairo sollte der Sargdeckel aus dem Königsgrab 55 – ursprünglich für Echnaton bestimmt – mit Hilfe eines Computer-Tomographen untersucht werden. / Before its return into the Egyptian Musuem Cairo the coffin lid from KV 55, originally
    • 13:00 - Das Klinikum Großhadern in München in der Sonne eines  Vorfrühlingstages am 22. Januar 2002. In wenigen Minuten wird  das Haus einen ungewöhnlichen Patienten aufnehmen - den  Deckel eines ägyptischen Pharaonensarges, entstanden um 1350 v.Chr.  und ursprünglich für Echnaton bestimmt. (The hospital Großhadern in Munich lying in the sun  of an early day in spring on January 22, 2002. In a few minutes this institution will get an extraordinary patient - the lid of a  pharaonic coffin made about 1350 BC for king Akhenaten.)
    • 13:10 - Ankunft der ägyptischen Delegation und der Münchner  Ägyptologen in Großhadern. Der Goldsarg ist gleichzeitig über  einen Lastenaufzug auf dem Weg in die radiologische Station. (Arrival of the Egyptian delegation accompagnied by the egyptologists of the Egyptian Museum Munich. At the same time the coffin is on its way to the department of radiology.)
    • 13:10 - Die Abteilung Radiologie B m Erdgeschoß des Klinikums -  in Erwartung des außergewöhnlichen Patienten, der bald eintreffen  wird... (The Department Radiology B on the  ground floor of the hospital - awaiting the extraordinary patient who will arrive soon...)
    • 13:10 - Durch diesen Computer-Tomographen wird der  Goldsarg gleich geschickt werden. (Immediately the golden coffin will be put through this computer scanner.)
    • 13:15 - Der Sarg ist da! Vorsichtig wird der Deckel von Mitarbeitern  der Kunstspedition auf die Liege des Tomographen gehoben. (The coffin has arrived! Carefully  it his lifted onto the bier of the scanner.)
    • Währenddessen findet im Konferenzraum des Klinikums eine  kleine Pressekonferenz statt: Prof. Dr. G.A. Gaballa, Präsident  der ägyptischen Altertümerverwaltung, Dr. Sylvia Schoske, Leitende  Direktorin des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst München,  Prof. Dr. M. Reiser, Direktor des Radiologischen Instituts der Unikliniken  München und Dr. A. Grimm, Stellvertretender Direktor des Ägyptischen  Museum München (v.l.) beantworten Fragen der Journalisten. (At the same time in the conference room of the hospital: Prof. Dr. G.A. Gaballa, Chairman of the Surpreme Council of Antiquities, Cairo, Dr. Sylvia Schoske, Chief Curator of the Egyptian Museum Munich, Prof.Dr. M. Reiser, Director of the Institute of Radiology at Munich Universitiy and Dr. A. Grimm, Curator of the Egyptian Museum Munich, are answering questions of the journalists.)
    • 13:30 - Der Sargdeckel ist bereit zur zerstörungsfreien  Untersuchung mit modernster Technik. (The coffin is ready to be  investigated by the help of modern technology.)
    • 14:00 - Unter den kritischen Augen von Dr. Grimm (rechts) und Prof. Gaballa und in Anwesenheit ägyptischer Journalisten können die Untersuchungen beginnen. (Under the critical eyes of Dr. Grimm  (right) and Prof. Gaballa and in the presence  of Egyptian journalists the investigations can start.)
    • 14:10 - Im Probelauf wird die optimale Positionierung des Sargdeckels auf der Liege geprüft. (The best position of the coffin lid is checked now.)
    • 14:20 - Die vorausgegangenen Messungen waren korrekt -  haarscharf paßt der Sargdeckel auf seiner Montierung in die Öffnung des Tomographen. Die Untersuchung kann beginnen... (The measurements taking during preparation were correct - the coffin lid fits exactly into the scanner.  Investigations are ready to start...)
    • 14:30 - Im nebenliegenden Kontrollraum kommen die ersten  Daten auf den Bildschirm. (In the adjacent room first data show up on the screen.)
    • 14:40 - Ein letzter Blick - der Countdown läuft. Photographen  und Wissenschaftler verlassen den Raum. (A last view - the countdown has started.  Photographers and scientist have to leave the room.)
    • 14:45 - Es geht los! Welche Aufschlüsse wird die Untersuchung erbringen? (And go! Which results are to be waited for?)
    • 15:00 - Die Abtastung läuft, und auf dem Bildschirm  erscheint ein Querschnitt (rechts) und eine
    • 15:30 - Der erste Durchlauf ist fast beendet. Dr. Becker, Klinikum Großhadern, und Claudia Walke, Restauratorin des Ägyptischen Museums München, diskutieren erste Beobachtungen. (The first round is nearly completed. Dr. Becker, hospital  Großhadern, and, Claudia Walke, restorer at the Egyptian Museum  Munich are discussing the first results.)
    • 15:40 - Der Sargdeckel muß gedreht werden, um auch das hohe Fußteil  abtasten zu können. (The coffin lid has to be turned around for being able to scan also its lower part.)
    • 15:45 - Ein kritischer Blick des Sicherheitsmannes und des Restaurators  aus Kairo, bevor der zweite Durchlauf beginnt. (Last critical look by the security man and the restorer of the Cairo museum before the second round starts.)
    • 16:03 - Es ist geschafft! Die Untersuchung ist beendet, alle Daten  sind gespeichert. Nun kann das Verpacken für den Rücktransport nach Kairo beginnen. (Well done! Investigations are finished,  all data stored up. Now packing for the transport back to Cairo can start.)
    • 16:05 - Vorsichtig wird das Oberteil umhüllt... ( Carefully the lid is covered...)
    • 16:08 .. und durch paßgenau geschnittene Styroporplatten in seiner Lage in der Kiste stabilisiert. (... and fixed by exactly fitting plates into its position in its box.)
    • 16:10 - Ein letzter Blick - auf Wiedersehen in Cairo! (Last look - see you in Cairo!)
    Dies ermöglicht eine zerstörungsfreie Analyse der verschiedenen verwendeten Materialien. Von der Restaurierung der Objekte zwischen 1907 und 1915 existieren heute keine Aufzeichnungen mehr. So ergeben sich verschiedene Fragen: Wie viel des ursprünglichen Holzes ist, verborgen unter der äußeren Goldfolie, noch vorhanden? Wie und womit wurde der darunter liegende Hohlraum aufgefüllt? Sind die Einlagen ursprünglich oder moderne Nachahmungen? Die Klärung dieser Fragen ist Voraussetzung für die Überlegungen zu einer neuen Restaurierung des Stückes.

    Made for Akhenaten, should be investigated by computer tomography which allows analysis of the different materials without destroying them. Unfortunately there exist no reports about the restoration of this object which took place sometimes between 1907 and 1915. So there are different questions now: Does the original wood hidden below the gold foil still exist? What kind of material was used to cover the empty space below? Are the inlays original or modern copies? The clearance of all these questions – and some more – is important for further investigations and a new restoration.
  • 01. Januar 2002 Goldsarg-Ausstellung bis 20. Januar verlängert

    Bis Jahresende 2001 hatten gut 40 000 Besucher die Ausstellung gesehen.
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